20 Jahre Einsatz für die RSG in Hamburg

Der VTF ehrt Olga Golecko als Trainerin des SV Nettelnburg-Allermöhe

Ihre Mädchen sind das Wichtigste

Ihre „zweite Familie“ nennen die Gymnastinnen der SV Nettelnburg-Allermöhe die Gemeinschaft ihrer Vereinsabteilung für Rhythmische Sportgymnastik (RSG). Freundschaft, Zielstrebigkeit, Selbstbewusstsein und Respekt sind Werte, die sie von klein auf im Training erlernen und mit den anderen teilen.  Einige ehemalige Sportlerinnen sind bereits selbst Trainerinnen des Nachwuchses. Sie wachsen zu einer Gruppe oder Familie zusammen. Sie sind ein „Team“. Das zeigen sie auch nach außen. Zum Beispiel sind sie aktiv auf Instagram zeigen Bilder ihrer Gemeinschaft und inszenieren selbständig ihren Sport. 

Entwicklung der Persönlichkeit als höchstes Ziel

Eine schönere Bestätigung ihrer Arbeit, kann sich Olga Golecko nicht vorstellen. Seit 20 Jahren steht sie für „Ihre Mädchen“ Woche für Woche bis zu 6 Tage als Trainerin in der Sporthalle in Nettelnburg .  Mit einem Strahlen in den Augen berichtet sie, wie sie die kleinen schüchternen Anfängerinnen sanft mit ihrer offenen freundlichen Art begegnet , sie „aufweckt“ und auf einen sportlichen Weg führt, der sie in einer starken Gemeinschaft einbindet und zugleich charakterliche Stärken verleiht.

„Bei uns sollen sich die Kinder wohlfühlen und sich in ihrer Persönlichkeit entwickeln, das ist für mich das höchste Ziel, betont Olga Golecko.“ Sportliche Erfolge sind schön, aber die kleinen Erlebnisse mit den Mädchen im Training, zu sehen, wie sie lernen zusammenhalten und sich untereinander unterstützen, macht mir besonders Freude“.
Die Mädchen sollen „fest auf ihren Beinen im Leben stehen“. Um das zu erreichen, fordert Olga sie auf, sich selbstbewusst bei den Wettkämpfen mit ihren Übungen zu präsentieren. „Auch Organisatorisches sollen die Mädchen beim Wettkampf selber regeln. Das stärkt sie.“ Fast 700 Kilometern bis nach „Pilsen“ reist die engagierte Trainerin mit den Gymnastinnen, um an Wettkämpfen teilzunehmen.  Stets stehen die gute Stimmung und das Gruppenerlebnis im Vordergrund. „Die Mädchen haben viel Spaß, legen ihre Lieblingsmusiken ein und dann geht´s ab!“, schildert sie die gemeinsame Fahrt im Vereinsbus.

Die Liebe zur RSG begann in Usbekistan ....

Olgas Leidenschaft für die Rhythmische Sportgymnastik wurde in Taschkent, der Hauptstadt Usbekistans geweckt. Mit 7 Jahren begann sie dort 3 Mal in der Woche zu trainieren. „Die RSG ist in meinem Geburtsland eine sehr beliebte und verbreitete Sportart, die von vielen Mädchen intensiv betrieben wird“ erzählt sie.  In ihrer Kindheit und Jugendzeit trainierte sie bis zu 6-mal die Woche und wurde auch leistungsmäßig im Kadersystem gefördert. Durch den politischen Umbruch in Osteuropa veränderten sich auch die Bedingungen für die Gymnastinnen.  Viele Trainerinnen verließen Usbekistan. Olga hörte mit dem Leistungssport auf und zog mit 16 Jahren, gemeinsam mit ihrer Familie nach Deutschland.

... und sie trug sie weiter nach Hamburg

In Hamburg fand sie schließlich einen neuen Rahmen für ihre Leidenschaft: 1997 arbeitete Olga für den Hamburger Sportbund im Rahmen des Projektes „Integration im Sport“. Dort traf sie auch RSG-Fachwartin Margit Rüggeberg, die sie als Trainerin in der SV Nettlenburg Allermöhe empfahl.  Seit 20 Jahren fühlt sie sich rundum wohl in ihrer Aufgabe als Trainerin.

... und hat Erfolg

Aktuell betreut sie rund 25 Mädchen von 5-17 Jahren. Unterstützt wird sie durch eine Balletttrainerin und drei Tanz- und Choreografietrainerinnen. Talentierte Mädchen aus verschiedenen Hamburger Vereinen berät Olga gerne. „Ich unterstütze gerne alle Gymnastinnen, um unseren Sport weiterzubringen.“Olgas größter sportlicher Erfolg als Trainerin war die Teilnahme ihres ehemaligen Schützlings Nicole Müller an Europa- und Weltmeisterschaften sowie an den Olympischen Spielen 2012 in London.  Nicole begann bereits mit 5 Jahren ihre Karriere in der SV Nettelnburg/Allermöhe und wechselte später als Nationalturnerin an den Stützpunkt in Fellbach-Schmiden (Baden Württemberg).

Aktuell hat Olga zwei junge Nachwuchstalente in ihrem Team. Aufgrund ihrer hervorragenden Leistungen in 2016 wurden die beiden Gymnastinnen, Daniela Klaser und Luisa-Marie Kaufmann für das Jahr 2017 in den Perspektivkader des Deutschen Turner-Bundes berufen! Damit zählen sie zu den zehn besten Gymnastinnen Deutschlands des Jahrgangs 2006.

Der VTF bedankt sich ganz herzlich bei Olga für ihr leidenschaftliches und erfolgreiches Engagement für die RSG in Hamburg und gratuliert zum 20-jährigen Jubiläum ihrer Trainerschaft.

„ Wir hoffen, dass du noch lange diesem wunderbaren Sport erhalten bleibst.“