Gesundheitssport-Präventionsangebote

Der Gesundheitssport steht bei den meisten Sportvereinen hoch im Kurs! Eine Vielzahl gesundheits-orientierter Kurse wird von den Krankenkassen anerkannt und sogar bezuschusst. Doch welche Ausbildung muss der/die Anleiter_in besitzen, und welche Inhalte soll ein solcher Kurs umfassen, damit die Teilnehmer_innen einen Zuschuss erhalten können? In dieser Frage kommt es immer wieder zu Unklarheiten. Wir geben Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Voraussetzungen. Grundsätzlich gilt: Alle Kurse, die in der Datenbank der ZPP (Zentrale Prüfstelle Prävention) eingestellt sind, können von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst werden.

Ausbildungen in der Gym-Akademie

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Gesundheitssport – Präventionsangebote / ZPP (Zentrale Prüfstelle Prävention)

Wer kann Präventionsprogramme nach den gesetzlichen Richtlinien (§20 SGB V) durchführen?

I. Übungsleiter_innen mit B-Lizenz "Sport in der Prävention"

Übungsleiter_innen dürfen in den Turn- und Sportvereinen (und nur hier!) eine definierte Auswahl an standardisierten Gesundheitssportprogrammen durchführen, wenn sie die folgenden beiden Voraussetzungen erfüllen: 

  1. Ausbildung 2. Lizenzstufe: B-Lizenz "Sport in der Prävention" "Allgemeines Gesundheitstraining" (mit den Schwerpunkten "Herz-Kreislauf" und "Haltung und Bewegung"). Diese Lizenz beinhaltet sowohl die Einführung in das Kernmodul und das von der ZPP anerkannte, vom DTB entwickelte Kurssystem "Fit und gesund". Es beinhaltet ebenso die Einführung in das Masterprogramm (Serviceplattform SPORT PRO GESUNDHEIT des DOSB, in dem Kurse online im Baukastenprinzip zusammengestellt werden). Alle Übungsleiter_innen, die nach der alten 2. Lizenzstufe "Sport in der Prävention" ausgebildet wurden und noch keine Tagesschulung für ein evaluiertes Programm besucht haben, müssen erstmalig eine Einweisung in ein präventionsgeprüftes Programm erhalten, das mindestens 8 LE (das Kernmodul und die Einführung in das jeweilige Programm) umfasst. Nach dieser Einweisung können alle weiteren zertifizierten Kurskonzepte mit nur 4 LE erlangt werden. 
  2. Eine spezielle Einführung (Fortbildung) in das jeweilige Gesundheitssportangebot/-profil aus den anerkannten DTB-Programmen (siehe Tabelle).
    a) Eine Anerkennung dieser Kurse durch die ZPP muss immer über das GymNet erfolgen. Übungsleiter_innen können keine eigenen Konzepte bei der ZPP einreichen. Alle DTB-Programme umfassen ausdrücklich Inhalte der Primärprävention, d.h. die Übungen dienen ausschließlich der Vermeidung von Erkrankungen. 
    b) Einweisung in die Serviceplattform SPORT PRO GESUNDHEIT und Masterprogramme. Die Serviceplattform SPORT PRO GESUNDHEIT ermöglicht Übungsleiter_innen in Turn- und Sportvereinen ebenfalls, standardisierte Programme sowie Masterprogramme einstellen zu können, die mit dem Siegel "Deutscher Standard Prävention" der Zentrale Prüfstelle Prävention ausgezeichnet werden können.

 

Termine für die Einweisung in die Serviceplattform/Masterprogramme:  

  1. im Rahmen der B-Lizenz "Sport in der Prävention" (siehe 1. Kurs unten)
  2. Dienstag, 16. Januar 2018 von 17.00 – 18.30 Uhr 
  3. Dienstag, 29. Mai 2018 von 18.00 – 19.30 Uhr 

Informationen und Anmeldungen für die kostenlosen Einweisungstermine 2) und 3) erhalten Sie bei Heike Thal beim Hamburger Sportbund, E-Mail h.thal@hamburger-sportbund.de oder Telefon 040/41908-278

II. Sportfachberufler_innen 

Sportfachberufler_innen, d.h. Personen, die einen staatlich anerkannten Berufs- oder Studienabschluss im Bereich Bewegung und Gesundheit haben, dürfen Präventionsprogramme im Verein oder auf dem freien Markt durchführen. Dazu gehören u.a. Sport- und Gymnastiklehrer_innen, Physiotherapeut_innen, Sportwissenschaftler_innen. 

In dieser Berufsgruppe entfällt für die ZPP-Anerkennung die Voraussetzung der B-Lizenz. Dennoch muss eine Einweisung in das entsprechende Gesundheits- oder Masterprogramm und in manchen Fällen, wie beim Qigong und Yoga, eine entsprechende Ausbildung absolviert werden. 

Personen, die einen staatlich anerkannten Berufs- oder Studienabschluss im Bereich Bewegung und Gesundheit haben, können auch eigene Sportangebote entwickeln und bei der ZPP einstellen.