08.06.2017

600 Hamburger mischten mit!

Wow, so (bunt) war das Turnfest in Berlin

Positive Bilanz für das Internationale Deutsche Turnfest 2017 – auch aus Hamburger Sicht

 „Dieses Turnfest hat die Erwartungen der Sportmetropole Berlin deutlich übertroffen“, erklärte Andreas Geisel, Senator für Inneres und Sport in der Hauptstadt. „Es war ein Fest der Superlative, das als solches in Erinnerung bleiben wird.“ Unter den 80.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, von denen 42.000 in 166 Schulen übernachteten, haben auch 600 Hamburger diesen Event hautnah erleben dürfen. Sie waren vielseitig im Einsatz, ob bei Vorführungen, breitensportlichen Wahlwettkämpfen, Gruppen- oder Einzel-Wettkämpfen in Turnsportarten oder Turnspielen, in der Turnfest-Akademie, um sich als Übungsleitende fortzubilden oder unterstützen die Turnfest-Organisation.

In den Meisterschaften und Pokalwettkämpfen errangen einige Hamburger Sportlerinnen und -sportler großartige Erfolge. Wie Emma Malewski, die seit kurzem im Sportinternat in Chemnitz trainiert, aber noch für ihren Hamburger Verein HT 16 an den Start ging. Sie landete nach einer sicheren Mehrkampfleistung im Gerätturnen olympisch (W 13) auf dem zweiten Podestplatz und konnte danach im Gerätefinale im Boden sogar den Titel holen. Auch Jasna Ruge (Turnclub HH) und Lina Köhlert (HT 16) erreichten hervorragende Mehrkampf-Platzierungen und den Einzug in jeweils ein Gerätefinal.

Günter Boldt, Vorstandsmitglied des Verbandes für Turnen und Freizeit Hamburg freute sich besonders, als er in seinem Einsatz als Wettkampfmoderator auch die K8 der Gymnastinnen begleiten durfte. Strahlend konnte er einen Hamburger Doppelsieg verkünden: Anna Forchner (Walddörfer SV), gewann die K8 vor Anastasia Schulkin, GW Eimsbüttel.

Die meisten Medaillen für Hamburg errang das Trampolin-Team. Mit zwei Mal Silber und ein Mal Bronze im Synchron-Springen, Mannschaftsgold im Doppel-Minitrampolin (DMT) sowie zwei Titeln und einem zweiten Platz im Einzel-DMT. Zu den Medaillengewinner:innenn gehörten Antonia Quindel, Daniel Schmidt, Maurice Maywald, Tanja Witt (alle Bramfelder SV) und Joscha Frahm (TuS Ottensen).Hinzu kamen weitere Treppchenplatzierungen in den DMT-Pokalwettkämpfen durch Sara Rebekka Keller, Mona Mühlhäuser, Niklas Münster, Inken Sickmöller.

DTB-Präsident Dr. Alfons Hölzl zeigte sich ebenfalls begeistert. „Wir haben eine traumhafte Woche erlebt“, sagte der 48-Jährige, der dem Turnfest erstmals als Präsident vorstand. Ganz besonders ist die Vielfalt deutlich geworden, was Turnen ausmacht und Tag für Tag in den Vereinen unter dem Dach des DTB angeboten wird.

Top-Platzierungen für Hamburger Wettkampfsportler_innen

Weitere Meldungen

Medaillen und Turnfestspaß für zwei Ringtennisspieler aus Hamburg (und Südafrika)

Zwei Ringtennisspieler machten sich aus Hamburg auf den Weg zum Turnfest nach Berlin. HFK-Trainer und Ringtennis-Fachgebietsleiter Mario Müller ging selbst an den Start und wurde begleitet durch den Südafrikaner Justin Kokott, der ehemals 2013 für ein Jahr in Hamburg arbeitete und für den HFK spielte.

Justin gehörte als amtierender südafrikanischer Meister zum engsten Favoritenkreis. Bei der International Team Challenge, zwischen einer südafrikanischen Turnfest-Auswahl und einem Team routinierter deutscher Nationalspieler und sechs hoffnungsvollen Talenten unterlag die Auswahl vom Kap mit 4:12, wobei der frühere Hamburger mit zwei Siegen für die Ehrenpunkte der Südafrikaner sorgte. Im Einzel belegte Justin Kokott einen ordentlichen 5. Platz und steigerte sich im Mixed mit Tatjana Schutte (RTG Weidenau) im Mixed und Craig Ogilvie (Südafrika) im Beach Doppel, wo er die Finals erreichte und Silber errang. Mario starte in der Altersklasse 40 und holte einen kompletten Medaillensatz: Gold mit Deidre Jonck-Rheeders (RSA) im Mixed, Silber mit Abrie Pienaar (RSA) im Doppel, sowie Bronze im Beach Doppel mit Christian Herzog (ESG Karlsruhe).

Bedauerlicherweise fanden die Ringtennis-Wettkämpfe nicht im Zentrum des Turnfestgeschehens am Messegelände statt, so dass die wenig bekannte Turnspielart – selbst beim Deutschen Turnfest – nur begrenzt Aufmerksamkeit erhielt.

Neben den sportlichen Einsätzen war der Höhepunkt für die beiden Hamburger die Teilnahme am Festumzug am Brandenburger Tor vorbei. Dort versuchte man – leider vergeblich :-) - den 250gr schweren Ring über das 26 m hohe Wahrzeichen Berlins, das quasi als Netz dienen sollte, fliegen zu lassen. Auch ein Besuch der Stadiongala und die Unterbringung im Gemeinschaftsquartier der Turnierspieler machten die Turnfestwoche für Mario und auch Justin, für den der einwöchige Aufenthalt einen großen Aufwand, auch finanzieller Art bedeutete - zu einem großartigen Erlebnis.

Rhönrad: Starke Schmerzen verhinderten Saskia Güntners DM-Teilnahme

Für Hamburgs beste Rhönrad-Turnerin Saskia Günter (TSG Bergedorf) verlief das Turnfest in Berlin nicht wie erhofft. Verletzungsbedingt musste sie sich kurzfristig am Ende des Einturnenes von der Teilnehmerliste der Deutschen Meisterschaften streichen lassen. Grund war eine schon länger andauernde Knieverletzung, die sie auch schon zwei Wochen zuvor auf den Norddeutschen Meisterschaften  stark eingeschränkt hatte. Mit einem 3. Platz konnte sie sich dennoch für die DM in Berlin qualifizieren. Den Start beim Turnfest vor einer Kulisse, die dem Rhönrad sonst kaum zu Teil wird, sagte sie nur schweren Herzens ab. „Es macht immer super viel Spaß in einer vollen Halle mit toller Stimmung zu turnen! Das Vergnügen hat man leider nur alle vier Jahre, selbst Weltmeisterschaften sind oft schlechter besucht.“ berichtet die erfahrene Turnerin.

Auch ohne die verpasste gute DM-Platzierung will Saskia mit einem Sonderantrag einen Weg finden, im kommenden Jahr bei den WM-Qualifikationswettkämpfen starten zu können. Hierzu ist eigentlich nur der A-Kader berechtigt, der auf Basis der DM-Ergebnisse gebildet wird (Top 10).

Priorität hat erst einmal das Auskurieren der Verletzung und die Reha ihres Knies. Parallel ist Saskia bereits dabei, neue Übungen bzw. Küren für die kommende Wettkampfsaison in allen drei Disziplinen zu bauen. Das alles kostet viel Zeit und Aufwand. Zum Glück wechselt die 26-Jährige in diesem Sommer beruflich von Lübeck nach Hamburg, so dass sie bessere Voraussetzung hat, um ihre sportlichen Ziele intensiv zu verfolgen.

Wir drücken Saskia dabei die Daumen.

Trampoliner mit sensationeller Bilanz beim Doppel Mini (DMT)

Am vorletzten Turnfesttag stand für das Hamburger Trampolin Team im Doppel Mini (DMT) noch einmal ein wichtiger Wettkampf mit großen Erfolgschancen an. Das Springen auf dem Doppel-Minitrampolin besteht aus einem Turnelement auf dem ca. 3 Meter langem Gerät und einem Abgang in eine gekennzeichnete Landezone.

Der SV Bramfeld konnte in der Teamwertung der Erwachsenen mit Antonia Quindel, Tanja Witt, Maurice Maywald und Daniel Schmidt seinen Titel aus dem Vorjahr im Doppel Mini verteidigen.

Zwei weitere Titel sicherten sich die beiden großartigen Hamburger Talente im Jugendbereich: Der 15-jährige Joscha Frahm vom TuS Ottensen wird Deutscher Meister in der Jugend B Klasse und erreicht nahezu die erforderliche Qualifikationspunktzahl für die Jugendweltmeisterschaften. In der Jugend A Klasse siegt der 16-jährigen Maurice Maywald aus Bramfeld.

Im DMT-Einzel gewinnt Toni Quindel die Silbermedaille bei den Frauen. Favorit Daniel Schmidt hatte einen Fehler im Vorkampf und erreichte das Finale trotz der Tageshöchstnote im zweiten Sprung leider nicht.

Mit jeweils einem 5. Platz in der weiblichen C-Jugend durch Madita Spröth (12 Jahre) und bei den Frauen durch Tanja Witt haben die Hamburger einen sensationellen Abschluss ihrer Wettkämpfe beim Deutschen Turnfest erzielt.

Insgesamt eine großartige Bilanz des Hamburger Trampolin-Teams beim Turnfest um Trainer Olaf Schmidt:3 Titel, 3 Silber- und ein Bronze-Rang sowie viele weitere sehr gute Platzierungen.

Hinzu kamen weitere Treppchenplatzierungen in den DMT-Pokalwettkämpfen durch Sara Rebekka Keller, Mona Mühlhäuser, Niklas Münster, Inken Sickmöller,

Der VTF gratuliert herzlich!

Im Wettbewerb der Landesspielleuteorchester erhält das TPK Hamburg eine Auszeichnung

Gerätturnerin Yvonne Adam gewinnt Bronze bei der Seniorenmeisterschaft der AK 45-49

Bei der Seniorinnen-DM Gerätturnen LK 3, W45 gelang es Yvonne Adam vom Niendorfer TV einen Treppchenplatz zu erturnen. Herausragend war ihre Übung am Boden, wo sie mit 13,9 Punkten gemeinsam mit der Zweitplatzierten Annette Wirth aus Heidelberg die höchste Wertung aller Teilnehmerinnen an diesem Gerät erhielt. In dieser Altersklasse wurde neben dem Stufenbarren und Sprung auch auf der Turnbank (statt Schwebebalken) geturnt.

Rhythmische Sportgymnastinnen Michelle Schäfer und Sophia Frank stellen sich den schwierigen Übungen der SLK und JLK

Die Mädels von SVNA-Trainerin Olga Golecko haben sich in Berlin wacker geschlagen.

Die immer anspruchsvoller werdenden Übungen der LK sind eine große Herausforderungen für die 12- und 13- jährigen Gymnastinnen. Sie haben sich der aufgeheizte Turnfestatmosphäre gestellt und konnten in einem beeindruckenden Rahmen weitere Wettkampferfahrungen sammeln. Michelle (SLK12) belegte Platz 24, Sophia (JLK13) Platz 30.

Platz 3 und 4 beim Deutschland-Cup der Turnerinnen

Annika Heimer (HT 16) und Marieke Wagener (MTV Pattensen) erturnten nach hervorragenden Wettkampfleistungen Platz 3 und 4 in einem sehr starken Teilnehmerinnenfeld des Deutschland-Cups in der WK 16/17 beim Deutschen Turnfest in Berlin. Dabei verpasst Marieke aufgrund eines unglücklichen Fehlers beim Strecksalto am Boden - ihrem letzten Gerät - eine noch bessere Platzierung.

Ihre jüngeren Turnkolleginnen Alexandra Hinkel, Sharlene Duncan-Williams und Lisa Buhr (WK 12/13, alle MTV Pattensen) gingen ebenfalls im Deutschland-Cup an den Start. Alexandra konnte dabei die drittbeste Übung ihrer Altersklasse am Barren zeigen, im Gesamtklassement reichte es dann trotzdem nur zu Platz 16. Sharlene und Lisa landeten auf Platz 30 und 37.  

Christian Kruse (MTV Pattensen) , hatte sich in der W 18-29 mehr erhofft, doch ein Sturz am Schwebebalken führte dazu, dass sie ihre Bodenübung nicht vollständig zeigen konnte. Für sie blieb diesmal nur Platz 37.

Die Wettkampfstimmung und die Turnfestwoche war für alle Turnerinnnen ein tolles Erlebnis mit viel Spaß.

6. Platz für ATSV-Turner Malik Yildrim im Deutschland-Cup

Auch die männlichen Turner aus Hamburg waren im Deutschland-Cup gut vertreten. In der M 14/15 traten Jon Carlsen, Tilman Woehe (beide NTSV) und Malik Yildrim (ATSV) in der LK 2 an.

Erfolgreichster Turner war Malik der trotz einer schwachen Wertung am Pauschenpferd gesamt auf dem 6. landete. Dafür turnte Malik am Boden mit Abstand die beste Übung seiner Altersklasse.

Jon und Tilmann erreichten Platz 27 und 29.

Einen weiteren Erfolg erzielte Jonas Thiele (NTSV) in der LK 1 des Deutschland-Cups (M16-17). Wie bei Malik war der Boden bei ihm das stärkste Gerät und entsprechend erreichte auch er den 6. Platz.

Unser Team im Einsatz

Länderabend - Hamburger feiern mit 8 Landesverbänden eine tolle Party