Erfolgreich Trainer*in werden und sein ...

... mit der Gym-Akademie des VTF

Im Portrait:

Roswitha Brockmann: Mit Leidenschaft Trainerin beim Walddörfer SV


Roswitha (Rosi) Brockmann

Geburtsjahr:               1958     

Wohnort:                    22359 Hamburg

Beruf:                         ehemalige Technische Zeichnerin, dann Mutter und jetzt Sportfachfrau

Übungsleiter*in seit: 2001

Motto:                        kreatives Chaos

Eines wird im Gespräch mit Roswitha „Rosi“ Brockmann vom Walddörfer SV schnell deutlich: Diese Kinderturnübungsleiterin hat einen Haufen Erfahrung und ist mit Herz und Seele bei ihren Turnkindern! Nachdem sie damals ihre Arbeit als Technische Zeichnerin gegen den Job als Mutter getauscht hatte, fragte sie sich Jahre später, ob sie überhaupt als Übungsleiterin vor einer Gruppe stehen könne – sie kann, und das nun schon seit 18 Jahren!

Unser Interview:

(Roswithas vollständige Antworten erhalten Sie mit einem Klick auf das jeweilige kleine Kreuz)


Warum und wie bist du Übungsleiterin geworden? 

Meine Kinder haben im Verein selbst Sport gemacht, und ihr damaliger Trainer war auch sportlicher Leiter bei uns im Verein ...

Ich war auf der Suche nach neuen Aufgaben und hatte Lust, als Übungsleiterin zu arbeiten, da ich selbst gerne Sport mache. Ich wusste aber noch nicht, in welche Richtung. Ich bekam das Angebot, beim Kinderturnen anzufangen, was ich nach kurzem Überlegen (meine Kinder waren aus dem Gröbsten heraus) angenommen habe und bis heute nicht bereut habe. Die Arbeit mit Kindern ist der Halle macht mir sehr viel Spaß.


Welche Gruppen leitest du an?

Am Anfang hatte ich zehn Gruppen pro Woche im Alter von 10 Monaten bis 10 Jahren. Da ich leider eine Rücken-OP hatte, ...

... muss ich mich jetzt aus gesundheitlichen Gründen auf drei Gruppen beschränken. Zurzeit habe ich zwei Eltern-Kind-Gruppen mit Zwei- und Dreijährigen. Außerdem bin ich in einer Grundschulkooperation 2./3. Klasse und leite dort eine kreative Sportwerkstatt.


Was kann man sich unter einer kreativen Sportwerkstatt vorstellen?

Dort kommen Kinder hin, die seit morgens schon lange Schule hatten und viel sitzen mussten. Weil ich es sehr wichtig finde, ...

... dass sie sich dann nachmittags möglichst frei fühlen können, dürfen sie sich ihre Halle zum Beispiel selbst so bestücken, wie sie sich darin dann bewegen wollen. Letztens haben die Kinder aus einem vorhandenen Aufbau spontan einen Zirkus aufgebaut und sich Kunststücke ausgedacht – es wurde eine wunderbare, sehr fantasievolle Vorführung.


Was macht dir besonders Spaß an dieser Arbeit?

Am schönsten finde ich die leuchtenden Augen der Kinder und freue mich, wenn sie begeistert in den Bewegungslandschaften alles ausprobieren ...

... Es ist schön, wenn ich die Entwicklung der Kinder in den Stunden beobachten kann, z.B. wenn ein Kind anfängt Trampolin zu springen: Erst wie Klopfer aus dem Film „Bambi“ - mit einem Fuß - und nach einiger Zeit fast bis an die Decke! Mit den Eltern komme ich auch gut klar, einige sind gewöhnungsbedürftig, die meisten aber sehr nett.

Über die vielen Jahre freue ich mich sehr, dass aus meinen ersten Turnkindern selbst Übungsleiter*innen in verschiedenen Abteilungen hier geworden sind. Und auch viele Mütter aus den Gruppen sind im Laufe der Jahre selbst Übungsleiterinnen geworden! An besonderen Tagen wie dem Kinderturnsonntag sind dann wirklich alle am Start.


Arbeitest du mit Helfern?

Ja, und die sollten hier auch unbedingt erwähnt werden! Wir haben zum Teil Helfer oder Auszubildende, ...

... die selbst schon einmal Probleme hatten und deswegen ein erstaunliches Verständnis für Kinder mit auffälligem Verhalten aufbringen. Das ist meiner Meinung nach unheimlich wertvoll. Man darf nicht vergessen: In meinen Gruppe betreuen wir eine absolut bunte Mischung, inklusive Kinder mit Down-Syndrom, ADHS, Adipositas usw. – wir versuchen, aus diesem „Chaos“ immer etwas zu machen, bei dem jedes einzelne Kind nach seinen Möglichkeiten Spaß und Erfolgserlebnisse finden kann.


Was gibst du, was bekommst du zurück?

Ich gebe Geduld, Humor und offene Ohren und bekomme Komplimente, fröhliche Gesichter ...

... und selbstgemalte Bildchen.


Was glaubst du, ist aus Sicht deiner Gruppen typisch für dich?

Das kreative Chaos, meine Entspanntheit, ...

... Flexibilität und Geduld.


Hast du weitere Ziele als Übungsleiterin?

Da ich nun eine "sechs" vor meinem Alter habe, bin ich zufrieden mit dem, was ich gerade mache...

 ... Ich habe so viele Fortbildungen gemacht, ich glaube etwas Neues fange ich nicht mehr an.