29.06.2026 . Aktuell – Wettkampfsport . VTF
Deutschland Cup der Gymnastinnen
Hamburgerinnen trotzten der Hitze mit Ehrgeiz und Teamgeist
Trotz bundesweiter extremer Hitzewarnung wurde am 27. und 28. Juni 2026 der Deutschland-Cup Gymnastik K-Einzel und K-Gruppe in der Sporthalle Brandberge in Halle (Saale) ausgetragen. Die Hamburger Gymnastinnen stellten sich dieser Herausforderung mit großem Einsatz, viel Leidenschaft und starkem Zusammenhalt. Auch wenn nicht jede Übung fehlerfrei gelang, überzeugten die Aktiven nicht allein durch gute Platzierungen, sondern vor allem durch Ehrgeiz, gegenseitige Motivation und Teamgeist, der während des gesamten Wettkampfs deutlich spürbar war. Einen wichtigen Anteil daran hatten auch die zahlreichen mitgereisten Eltern und Geschwister, die mit ihrem Support für starke Rückendeckung und eine besondere Atmosphäre sorgten.
Schon in der Frühe, noch vor 7:00 Uhr, wurde die Halle geöffnet. Am Samstag stand der Deutschland Cup K-Einzel auf dem Programm, am Sonntag folgte der Deutschland Cup der Gruppen. Bei Temperaturen von knapp 40 Grad waren nicht nur sportliche Präzision, sondern vor allem auch Konzentration, Ausdauer und mentale Stärke gefragt. Umso bemerkenswerter war es, dass der Ausrichter SV Halle mit Wasser, Eis und Kühlungsmöglichkeiten für eine hervorragende Versorgung aller Beteiligten sorgte und damit unter extremen Bedingungen einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Wochenendes leistete. Der Deutschland Cup in Halle war für die Hamburger Vereine ein intensives und beeindruckendes Wochenende, das sicher lange in Erinnerung bleiben wird.

Erfreuliche Platzierungen für HSV BU, Glashütter SV und Walddörfer SV im Einzel

Bei den Einzelentscheidungen gab es aus Hamburger Sicht mehrere erfreuliche Ergebnisse. In der K8 mit 22 Starterinnen erreichte Alissa Wendorf vom HSV Barmbek-Uhlenhorst Platz 12. Elena Bastians vom Walddörfer SV belegte Rang 10 und überzeugte mit dem Ball sogar mit Platz 7. In der K9 mit 23 Starterinnen turnte sich Milena Lechner vom Glashütter SV auf einen starken 7. Platz und erreichte mit dem Seil ebenfalls Rang 7. Ebenfalls erfreulich verlief der Wettkampf für die Athletinnen des Walddörfer SV: Emerelle Stenner belegte Platz 10 und kam mit dem Ball auf Rang 7, Stella Koch erreichte Platz 11.
Auch in den Altersklassen K10/18+ und K10/25+ konnten die Hamburgerinnen wichtige Akzente setzen. In der K10/18+ mit 23 Starterinnen belegte Anastasia Krylova vom HSV Barmbek-Uhlenhorst Platz 10, Charlotte Kommerau vom Walddörfer SV wurde 14., Amela Hadzic vom HSV Barmbek-Uhlenhorst 19. In der K10/25+ mit 15 Starterinnen belegte Widijana Sutardi Platz 5, während Veronika Link mit Rang 4 nur knapp das Podium verpasste und mit dem Ball sogar einen hervorragenden 3. Platz belegte (beide Waldörfer SV).

Walddörfer SV-Gruppe mit Michael Jackson zu Platz 5
Am Sonntag rückten die Gruppengymnastinnen in den Mittelpunkt. Die beste Hamburger Platzierung an diesem zweiten Tag erreichte die zweite Gruppe des Walddörfer SV mit Yuhan Lu, Mona Mustafa, Elena Bastians und Veronika Dauweiler. Sie zeigte eine ausdrucksstarke Keulenübung zur Musik von Michael Jackson und belegte einen starken 5. Platz in der Altersklasse K11–15 Jahre von insgesamt 13 angetretenen Gruppen. Platz 8 ging an die erste Gruppe des Walddörfer SV mit Pauline Bastians, Emilia Weißenberger, Tina Bibrich, Laura Thomas und Emma Sundmacher. Für sie war es der erste Deutschland Cup, und sie präsentierten ihre Übung mit vier Reifen zur Musik von Arielle. Die Mädchen des Glashütter SV belegten mit ihrer Keulenübung Platz 12, nachdem der erste von zwei Durchgängen nicht so geklappt hatte wie trainiert. Auch in der Altersklasse 15+ war Hamburg vertreten. Die Gruppe des Walddörfer SV mit Stella Koch, Emerelle Stenner, Lilyana Bothur und Vladyslava Aleksiichuk erreichte mit ihrer Reifenübung Platz 9 unter 15 gestarteten Gruppen. Damit konnten die Hamburger Vereine auch im Gruppenwettbewerb zeigen, dass sie auf nationaler Ebene konkurrenzfähig sind.
Besonderes Erlebnis mit Gemeinschaftsgefühl und großem Engagement
Neben den sportlichen Leistungen bleiben auch die gemeinsamen Momente in Erinnerung. Die Abende am Freitag und Samstag im Felsen Pavillon boten der gesamten „RSG-Familie“ die Gelegenheit, die Erlebnisse des Tages gemeinsam zu verarbeiten, sich gegenseitig zu stärken und das besondere Gemeinschaftsgefühl über die Vereinsgrenzen hinaus zu leben.
Ein besonderer Dank gilt den Hamburger Kampfrichterinnen Sabrina Welm und Karen Meyer, die unter diesen herausfordernden Bedingungen mit großem Engagement im Einsatz waren. Ihr Beitrag war ebenso wichtig wie der der vielen Helferinnen und Helfer im Hintergrund, die dieses Wochenende für die Hamburger Delegation zu einem besonderen Erlebnis gemacht haben.
Teilnehmerinnen des SV Eidelstedt und der TSG Bergedorf kämpften um die Quali für die DM
Vier Hamburgerinnen fahren nach Berlin
Die Norddeutschen Jugendmeisterschaften wurden am 30.4.2023 in Dortmund ausgetragen. Bei diesem Wettkampf starten alle Bundesklasse Turner/innen, in den Altersklassen zwölf bis 18, die sich zuvor bei den Hamburger Meisterschaften oder dem Nord-Ostsee-Pokal qualifizierten. In diesem Jahr hatten sich bei den Hamburger Meisterschaften Melina Möller, Alina Gehrke, Milena Timm und Marie Claudius vom SV Eidelstedt und Antonia Boruk von der TSG Bergedorf qualifiziert.
Um sich für die Deutschen Jugendmeisterschaften zu qualifizieren, muss eine Mindestpunktzahl erturnt und eine Platzierung unter den ersten zwölf Plätze erreicht werden.
Für Melina Möller waren dies die ersten Norddeutschen Jugendmeisterschaften, da sie erst in diesem Jahr das zwölfte Lebensjahr erreichen wird. Sie meisterte diese ganz toll, ihre Spiralekür turnte sie ohne große Fehler und im Sprung konnte sie zwei mal einen Überschlag präsentieren. Zudem zeigte sie eine souveräne Gerader mit schweren Elementen und sicherte sich die Qualifikation in der AKB 12.
Auch Alina und Milena konnten sich mit ihren durchgeturnten Gerade- und Spiraleküren und einem Salto Vorwärts gebückt mit dem 8. und 11. Platz für die Deutschen Jugendmeisterschaften qualifizieren.
Marie hatte leichte Schwierigkeiten mit ihrem sonst so sicheren Sprung, sodass leider nur der leichtere in die Wertung mit einfloss. Antonia hatte mit dem sehr rutschigen Boden der Halle zu kämpfen und musste daher einen Sturz in der Spiralekür hinnehmen. Dennoch schaffte sie es mit nur 0,1 Punkt Abstand zum ersten Platz, erneut Vizemeisterin der Norddeutschen Jugendmeisterschaften zu werden. Zudem präsentierte sie an dem Tag, den am besten bewerteten Sprung in der Altersklasse 13/14.











