Gerätturnen weiblich 

Sie können sich drehen und wenden wie sie wollen,

Gerätturnen ist die Kunst, sich mit Körperspannung und Kraft an den verschiedenen Geräten: Sprung, Stufenbarren, Schwebebalken und Boden so zu bewegen, dass es elegant und leicht aussieht. Es fördert koordinative und konditionelle Fähigkeiten, aber auch Mut, Willensqualitäten wie Ehrgeiz und Selbstbeherrschung. Ziel ist es, mit Freude an der turnerischen Bewegung nach vorgegebenen Kriterien (Technik und Haltung) auszuführen.

Das Gerätturnen ist die Basissportart vieler Sportvereine im Deutschen Turner Bund (DTB) und auch zahlreicher Vereine in Hamburg. Geturnt wird in allen Altersklassen.

Das Wettkampfprogramm umfasst:
- Pflichtübungen im Breitensport (P-Stufen)
- das modifizierte Kürprogramm in den Leistungsklassen (LK) 1 bis 4
- das Kürprogramm nach den internationalen Bestimmungen des Code of Points (CoP).

In Hamburg gibt es viele erfolgreiche Turnerinnen. Wenn du selbst Mut und Willensqualitäten wie Ehrgeiz und Selbstbeherrschung in dir spürst, schau doch gerne selbst mal in einem Verein in deiner Nähe vorbei.

Aktuelles

Mit Teamgeist, Spaß und Fleiß zu tollen Leistungen

Hamburger Landeskaderturnerinnen holen 4 x Gold

Laura Brakmann gewinnt das erste bundesoffene E-Tournament

                                                                                                                                                                             02.07.2021 - Laura Brakmann (AK 14) und Zoe Hiller (AK 13) melden sich mit einem tollen Ergebnis beim bundesoffenen Online-Wettkampf der 12-15-jährigen Turnerinnen zurück. Der Start in die Saison war Corona bedingt für die beiden ehrgeizigen Turnerinnen der KTG Lüneburger Heide, Stammverein MTV Pattensen noch mehr als holprig. Als nahezu einziges Bundesland hatte Hamburg seine Leistungszentren seit November gesperrt und für die Turnerinnen erst im April freigegeben. Seit März war immerhin die Winsener Trainingshalle für die beiden Landeskaderturnerinnen geöffnet. Bis dahin war ausschließlich Individual- und Onlinetraining möglich. Es galt also zunächst einmal, sich neue Ziele zu setzen, neu zu motivieren und sich an das „Vor-Corona-Niveau“ zurückzutasten. Hier bot das gemeinsam vom Deutschen Turnerbund (DTB) und Hessischen Turnverband ins Leben gerufene neue Wettkampfformat – ein E-Tournament - im Juni einen tollen Wiedereinstieg ins Wettkampfturnen. 

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Jede Turnerin turnte in der heimischen Trainingshalle ihre Wettkampfübungen. Die Übungen wurden per Video auf eine eingerichtete Plattform geladen und von Bundeskampfrichterinnen mit A- und A*-Lizenz gewertet. Es war schon sehr ungewohnt, einen Wettkampf ohne weitere Turnerinnen zu turnen. Gleichwohl stärkte die heimische Umgebung das Selbstbewusstsein. Aber es zeigte sich auch, wie die Turnerinnen immer noch reisen müssen, um Wettkampfübungen zu präsentieren. Der Sprung konnte in der Winarena absolviert werden und so zeigte Laura das erste Mal einen Yurtchenko über den Sprungtisch in gebückter Ausführung und sicher in den Stand. Mit einem weiteren in gehockter Ausführung gewann sie Gold im Sprungfinale. Auch am Schwebebalken gewann sie mit dem höchsten Ausgangswert den Einzeltitel und siegte mit einer sicheren Barrenübung (Silber im Finale) und einer gelungenen Bodenübung mit starken 43,5 Punkten auch den Mehrkampf in ihrer Altersklasse 14. Zoe zeigte sich ebenfalls wieder in starker Form. Am Boden turnte sie erstmals auf einem Wettkampf die Verbindung Handstandüberschlag-Vorwärtsschraube sicher in den Stand. Auch Zoe konnte ihre Balkenübung mit dem höchsten Ausgangswert in ihrer Altersklasse zeigen und gewann den Einzeltitel, im Mehrkampf der AK 13 gewann Zoe den Vizetitel. Für die Bodenübungen reisten die Turnerinnen mit dem Landeskaderteam der AK 9 und 10 gemeinsam extra nach Hannover, um auf einer Wettkampffläche zu turnen. Der Schwebebalken wurde im Hamburger Leistungszentrum, liegend auf der Fensterbank, um das ganze Gerät auf dem Film zu haben, gefilmt und im Leistungszentrum Hannover. Die Kampfrichter*innen absolvierten eine Onlinebesprechung per Zoom und bekamen anschließend die Videos geschickt, die auf der Homepage des DTB noch eingesehen werden können. Ein Dank geht an Franziska Böwer und Verena Mielke, die für die beiden Landeskaderturnerinnen im Einsatz waren. Nun wird hochmotiviert an neuen Teilen gearbeitet.

Turnerinnen auf YouTube: 
Zoes Balkenübung: Zoe Hiller Balken - YouTube
Lauras Sprung: Laura Sprung_1 14 06 2021 - YouTube

Pippi Langstrumpf Pokal – Wie stark sind Hamburgs Turnerinnen?

Neues ONLINE-Wettkampfformat

  • Datum: 28.02.2021
  • Wettkampfprogramm: altersgerechte Athletische Normen.
  • Teilnehmerinnen: AK 6-11

41 Turnerinnen bewiesen sich im Grundlagenwettkampf 

Nichts ist normal momentan für die Wettkampfturnerinnen in Hamburg. Dennoch, sie sind weiter fleißig und trainieren ihre Grundlagen und Elemente, soweit es die begrenzten Trainingsmöglichkeiten zulassen. Das hat dazu geführt, dass sie - wie jedes Jahr –  mit dem Training der athletischen Normen ins neue Jahr starten konnten.

Die Idee

Kraft, Koordination und Beweglichkeit sind erforderliche Grundlagen für Turnerinnen und Turner, um gesund in die Wettkampfsaison zu gehen. Um die Mädchen noch mehr zu motivieren, hat Landestrainerin Birgit Kruse mit ihrem Team, bestehend aus A-Lizenz-Trainerin Anna Geils sowie den B-Lizenztrainerinnen Lisa Ullrich und Jenny, eine Idee für die Umsetzung eines Online-Wettkampfes entwickelt.

Grundlage für den Pippi Langstrumpf-Pokal war eine Schulung der interessierten Trainer*innen, deren Resonanz mit 30 Teilnehmer*innen trotz der kurzfristigen Bekanntgabe bemerkenswert war. Die Trainer*innen schulten dann ihrerseits die Eltern der Turnerinnen, denn diese waren zu Hause für die Abnahme zuständig.

Die Entwicklung und Umsetzung

Zur weiteren Entwicklung der Wettkampfidee wurden Videos und Fotos mit den Heim- oder Landestrainern ausgetauscht und besprochen. Auch im Online-Landestraining feilte man an den Anforderungen. Bis zum 28.02. durften die Ergebnisse eingereicht werden. Das Multiplikatorenkonzept ging auf. Mit dabei waren insgesamt 41 Turnerinnen aus den Vereinen des SV Eidelstedt, der Hamburger Turnerschaft v. 1816, des SC Poppenbüttel, des MTV Pattensen, des TC Hamburg und des MTV Borstel-Sangenstedt.

Die teilnehmenden Vereine  erhielten per Post Urkunden, Medaillen und eine kleine süße Aufmerksamkeit für die Heimtrainer*innen. Am 13.03.2021 fand dann die große gemeinsame Online-Siegerehrung statt. Strahlende Kinderaugen, Turnerinnen mit Urkunden und zum Teil ihren ersten Medaillen, waren der Lohn für das riesige Engagement von Eltern und Trainer*innen.

Ja, und wie stark sind nun Hamburgs Turnerinnen?

Eine Rangfolge wurde aufgrund der unterschiedlichen Bedingungen zu Hause nicht ausgelotet. Einige Turnerinnen haben mittlerweile eigene Turngeräte zu Hause, andere kaum Platz, um einfache Teile zu trainieren. So zeigte jede, was ihr möglich war.

Eine kleine Statistik zeigt den Leistungsstand:

  • 41 Turnerinnen im Alter von 5-11 Jahren haben teilgenommen.
  • 22 von ihnen erfüllten mehr als 65% der Maximalanforderungen: die magische Grenze für diejenigen, die einmal in den Landeskader kommen möchten.
  • 526 Sekunden im Handstand gestanden.
  • 39 Schweizer Handstände geschafft, eine komplexe, schwierige Bewegung, die Fitnessbegeisterten als Press-Handstand bekannt ist.

Alle hatten Spaß und sind stolz auf ihre Fähigkeiten. Weiter so und wir werden einige dieser jungen und eifrigen Nachwuchstalente bald beim Turn-Talentschulpokal oder auf Hamburger Meisterschaften bewundern können.

Wir gratulieren allen Turnerinnen zu ihren tollen Ergebnissen und hoffen, dass sie sehr bald wieder in der Halle trainieren können.

Hamburger Liste der Turnerischen Elemente

Die neue Hamburger Liste der Turnerischen Elemente (TE-Liste) für die LK 4 ist jetzt verfügbar. Ihr findet sie unter den Downloads auf der rechten Seite.

Zur Erklärung:  TE sind alle Elemente, die nicht im gültigen CdP oder auf der nationalen Elementeliste aufgeführt sind, aber darüber hinaus zum allgemein anerkannten Übungsgut des Gerätturnens gehören. In Hamburg gelten ausschließlich die nachfolgenden TE für die Wettkämpfe in der LK 4.Jedes Element hat eine Wertigkeit von 0,00 Punkten. Nur diese TE können zusätzlich zu den Elementen des CdP sowie der NE in der LK 4 zur Erfüllung der Kompositionsanforderungen (KA) sowie zum Erreichen der geforderten Anzahl an Elementen verwendet werden. Weitere Elemente können auf Antrag (vor Beginn des Einturnens) zugelassen werden.

Hamburger Landeskaderturnerinnen bei der DJM, 28.11.2020, Berkheim:

Zoe Hiller, AK 12, wird 10., Laura Brakmann, AK 13, wird 15.

Am Donnerstagnachmittag kam endlich die offizielle Bestätigung: Die Deutsche Jugendmeisterschaften in Esslingen dürfen mit einem detailliert ausgearbeiteten strengen Hygienekonzept stattfinden!!! Fiebermessen, Händedesinfektion, persönliche Daten hinterlegen, dann ging es in die Halle. Nach kurzer Zeit wurde die Maske, die nur die Turnerinnen am Gerät ablegen durften, zur Routine und dank toller Organisation des TSV Berkheim kam ein schönes Wettkampfgefühl auf. Die Turnerinnen strahlten, konnten sie doch endlich mal wieder einen Wettkampf turnen und ihr Können zeigen. Der Weg dorthin war allerdings aufregend. Zugelassen waren nur Turnerinnen der aktuellen Bundes- und Landeskader. Eine schwierige Vorbereitung auf das Turn-Highlight lag hinter den beiden qualifizierten Turnerinnen der KTG Lüneburger Heide (Stammverein MTV Borstel-Sangenstedt) Zoe Hiller (AK 12) und Laura Brakmann (AK 13) und ihren Trainerinnen Christina Kruse, Birgit Kruse und Annika Rücker.

Daher ein kurzer Rückblick.

Im Nachhinein erwies es sich als Glück, dass die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften schon sehr früh in diesem Jahr geturnt wurde, da sich der Wettkampfkalender zeitlich an den Olympischen Spiele orientierte.

Doch im Frühjahr stoppte Corona zwei Wochen vor der Deutschen Jugendmeisterschaft (DJM) die weitere Vorbereitung der Mädchen. Von einem Tag auf den anderen war alles dicht.

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Dennoch waren Zoe, Laura und Emilia Ilic, AK12, HT16 mit der erfolgreichen Qualifikation hoch motiviert. Im kompletten Lockdown und mit Unterstützung des online durchgeführten Landestrainings feilten sie bis zu 30 Stunden wöchentlich an der Kraft, Dehnung und Mentaltraining! – Coronabedingt herrschte tatsächlich Chancengleichheit unter den Sportler*innen in ganz Deutschland. Im Allgemeinen sind die Trainingsbedingungen in den großen Stützpunkten für Leistungsturner*innen besser und einfacher. Bei Laura und Zoe gehören lange Schulzeiten, viele Fahrzeiten vom Wohnort zu den verschiedenen Trainingshallen und vielerorts der Auf- und Abbau der Geräte zum Alltag.

Nach der Lockerung des ersten Lockdowns starteten die Mädchen outdoor auf dem Sportplatz. Ohne Geräte war da viel Improvisationstalent von allen Seiten gefordert. Dann kam im Sommer, kurz vor den Ferien, die ersehnte Freigabe der Hallen. Unter strengen Hygieneauflagen und Abstandsregeln konnte wieder an den Geräten trainiert werden. Die Motivation war riesig und das harte Heimtraining zahlte sich aus. Es sprudelte nur so von neuen Teilen, Yurtschenko am Sprung, Drehungen und Flugteile am Stufenbarren, Doppelsalto am Boden.

Der zweite Lockdown Anfang November war dann mental schwer zu verarbeiten. Eine Meisterschaft in vier Wochen? Keiner konnte daran glauben. Wieder waren alle Hallen der Region zu.

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Die Deutschen Meisterschaften der Senioren, Anfang November, wurden abgesagt, die Meisterschaften der Juniorinnen, geplant für Ende November jedoch nicht. Die Übungen waren gut vorbereitet. Zwangspause. In den sozialen Netzwerken zeigte sich, dass in den großen Zentren, insbesondere im Süden und Osten Deutschlands unter Auflagen trainiert wurde. Dann wurde die Zulassung zur DJM auf Landes- und Bundeskaderathleten begrenzt, das Teilnehmerfeld dadurch reduziert. Emilia durfte nicht mehr starten. Theoretisch wären Laura und Zoe noch dabei, aber praktisch war das kaum noch zu realisieren. Mit ihrem Landeskaderstatus erhielten sie trotz Bemühungen des Verbandes und der Fachleitung keinen Zutritt zum Hamburger Leistungszentrum - Tränen der Enttäuschung. Morgens in der Schule durften die Mädchen Hockey spielen, nachmittags nicht auf Abstand einzeln trainieren.

Im Gegensatz zu den großen Turn-Leistungszentren, die auch im November die Möglichkeit hatten, in ihren Trainingshallen zu trainieren, stand den beiden Mädchen weder das Hamburger Leistungszentrum noch die Heim-Trainingshalle mit den Wettkampfgeräten zur Verfügung.

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Nach knapp zwei Wochen Trainingspause und bangem Ausloten aller Möglichkeiten, sich Corona-konform vorzubereiten, stellte der MTV Pattensen seine Vereinshalle auf Anfragen der Turnerinnen zur Verfügung. Kurzerhand wurden vereinseigene Sportgeräte aus der nebenliegenden Schulsporthalle dorthin transportiert. Mit viel Enthusiasmus begleiteten Christina Kruse und Annika Rücker abwechselnd die beiden Mädchen bei ihren nun wieder intensivierten Vorbereitungen. Abends schickten sie der Landestrainerin Birgit Kruse ihre Videos, die sie auf diesem Weg weiter ermutigte und vorbereitete.  Leider war es nun nicht mehr möglich, alle neuen Elemente, die sie noch im Sommer trainiert hatten, wettkampfsicher vorzubereiten. Hilfestellung der Trainerinnen war nicht mehr möglich. Der Doppelsalto bei Laura wurde aus der Bodenübung genommen (es gab nur einen Airtrack), Zoe durfte die Drehungen am Stufenbarren nicht turnen, am Sprung keinen Tsukahara (der Anlauf in der Halle zu kurz). Bei Zoe und Laura war der Wille ungebrochen, sich bei den Deutschen Jugendmeisterschaften zu präsentieren. Schließlich sind Wettkämpfe doch der Höhepunkt der Turnerinnen.

Voller Vorfreude starteten sie also am Freitagmorgen gemeinsam mit Trainerin Birgit Kruse nach Esslingen. Am späten Nachmittag stand zunächst für Zoe, dann für Laura ein gut einstündiges Training in der Wettkampfhalle an. So konnten sie sich schon mal auf die besonderen Rahmenbedingungen einstellen – u.a. Fiebermessen nach Betreten der Halle und Tragen eines Mund-Nasenschutzes, der nur während des Turnens am Gerät abgenommen werden durfte. Die Hauptsache war aber: Endlich konnten sie ihre Elemente wieder auf einem Schwingbodenfeld oder einem gepolstertem Wettkampfbalken durchturnen und sich an die Geräte und Wettkampfatmosphäre gewöhnen.

Samstagmorgen stand zunächst der Durchgang der Altersklasse 12 mit Zoe auf dem Programm.

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Da während der Wettkämpfe keine Zuschauer zugelassen waren, übertrug Sportdeutschland TV diese per Livestream. So fieberten neben Eltern auch die Trainingsfreundinnen des Heim- und des Landestrainings zu Hause mit, die schon im Vorfeld motivierend unterstützten. Zoes Startgerät war der Stufenbarren. Sie zeigte eine starke Übung mit toller Ausführung aller Handstände, der Freien Felge und des Bückstechers. Den Strecksaltoabgang turnte sie sicher in den Stand. Mit persönlicher Bestleistung und der viertbesten Ausführungsnote aller Teilnehmerinnen ging sie motiviert an ihr Lieblingsgerät den Schwebebalken. Ihre Übung weist mit einem Ausgangswert von 5 Punkten eine Wertigkeit auf, die auf internationalen Wettkämpfen gezeigt wird. Leider kam nun doch etwas die Nervosität durch. Nach einer sehr schönen Sprungkombination und der Menicelli-Spreizsalto-Verbindung musste sie leider beim Hocksalto rückwärts das Gerät verlassen.  Auch der Vorwärtssalto gelang ihr dieses Mal nicht in den Stand. Mit 4,5 Ausgangswert und einem Bonus von 0,5 Punkten wurden ihre Elemente alle anerkannt. Zoe ließ sich nicht beeindrucken. Ihre folgende Bodenkür präsentierte sie mit mitreißender Ausdruckskraft. Erstmals zeigte sie im Wettkampf eine Doppelschraube rückwärts. Als Schlussdisziplin stand nun nur noch der Sprung an. Aufgrund der beschriebenen Situation konnte sie im Vorfeld die Vorbereitung auf einen höherwertigen Kürsprung nicht ganz abschließen. So präsentierte sie einen sauberen Sprung mit halber Drehung auf den Sprungtisch und wieder heraus. Mit dieser souveränen Gesamtvorstellung bei ihrer ersten Deutschen Jugendmeisterschaft erturnte sich Zoe einen hervorragenden 10. Platz.

Im zweiten Durchgang startete Laura in der AK 13.

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Das Einturnen lief gewohnt routiniert. Auch Laura hat eine sehr schwierige Balkenübung. Sie turnt ebenfalls mit z.B. Menicelli-Spreizsalto, freiem Schrittüberschlag, freiem Rad, Hocksalto rückwärts und schwierigen Sprungkombinationen einen beachtlichen Ausgangswert. Am Pferdsprung wollte sie ihren neu gelernten Yurchenko zeigen, den sie noch kurz vor dem Wertungsdurchgang sicher in den Stand turnte. Leider erwischte sie heute einen rabenschwarzen Tag und konnte an keinem Gerät ihr eigentliches Können voll umsetzen. Sie wurde trotzdem 15. in ihrer Altersklasse. Sofort nach dem Wettkampf erreichten sie tröstende Worte ihrer mitfiebernden Trainingskolleginnen. 

Schon auf der Heimreise zeigten sich beide Turnerinnen hoch motiviert, sich in Kürze hoffentlich unter wieder besseren Bedingungen neuen Elementen und der Vorbereitung auf ein neues Wettkampfjahr zu widmen. Sie planten schon neue Teile und bereiteten sich auf ihre erste Kampfrichterausbildung vor, die am selben Wochenende online startete, um auch selber zu wissen, wie ihre Übungen zusammengestellt werden können, worauf die Kampfrichter achten und um sich in die Kunstturngemeinschaft einzubringen.

Ein großer Dank geht an alle, die diese Meisterschaft ermöglicht haben, die Ausrichter des TSV Berkheim, den Deutschen Turnerbund, die Wettkampfleitung, alle Kampfrichter, die  Verbandsvorsitzende des VTF Hamburg Dörte Kuhn, die Fachwartin Olympisches Gerätturnen weiblich Franziska Böwer, die Vorstände des MTV Borstel-Sangenstedt und MTV Pattensen, die Sponsoren der KTG Lüneburger Heide, insbesondere die Stadtwerke Winsen (Luhe) und den Rewe-Markt Schirwindter Straße und alle, die mitgefiebert haben, Verständnis gezeigt haben und die Turnerinnen auf ihrem Weg unterstützen.

Die Wettkämpfe sind noch immer unter https://sportdeutschland.tv/turnen-1/deutsche-jugendmeisterschaften-geraetturnen-2020-tag-1 anzusehen.

Zur Einschätzung der Platzierungen und des reduzierten Teilnehmerfeldes: Die großen Stützpunkte Chemnitz, Stuttgart, Leipzig, Dresden, Mannheim, Karlsruhe und Köln waren mit ihren favorisierten Turnerinnen am Start, die für ihre Heimatvereine turnen. Nur wenige Verbände bzw. einzelne Turnerinnen konnten nicht starten oder entschieden sich gegen eine Teilnahme.

Bericht: Silke Hiller und Birgit Kruse

Brief von Zoe Hiller

TTS Hamburg-Lüneburger Heide holt Bronze in Berlin

– ohne Publikum – voller Elan auf erstem Bundeswettkampf

Am Freitag, den 16. Oktober reiste das Auswahlteam der Turn-Talentschule Hamburg-Lüneburger Heide, Altersklasse (AK) 9, bestehend aus Jule Schelde, Nele Schelde, beide MTV Borstel-Sangenstedt/KTG Lüneburger Heide, Carlotta Zech, MTV Pattensen/KTG Lüneburger Heide und Paula Fricke (SV Eidelstedt) nach Berlin um vor dem großen Wettkampf noch einmal in der Halle des Sportforums Berlin trainieren zu können. Die 2,5 Stunden wurden genutzt, um die Halle kennenzulernen und einmal alle Geräte zu testen, an denen sie am nächsten Tag den Wettkampf turnen sollten. Die Kinder gingen begeistert aus der Turnhalle, die aus feststehenden Geräten bestand und weitaus größer war, als das, was sie aus dem Leistungszentrum Hamburg gewöhnt waren. Und in diesem Jahr gab es keine Wettkämpfe vorab. Und so ging es für die Mädchen gleich zu ihrem ersten Bundeswettkampf in die Hauptstadt.

Mit voller Motivation und Begeisterung ging die AK 9 Mannschaft am Samstag um 15 Uhr an den Start, voller Vorfreude darauf, endlich ihre Übungen zeigen zu können, da in diesem Jahr noch kein Wettkampf stattgefunden hatte. Und die Eltern mussten vor der Halle warten und mitfiebern, denn Publikum wurde nicht in die Halle gelassen. Lediglich die Trainer, Kampfrichter und Aktiven durften die Halle mit Mund-Nasen-Schutz betreten. Lange Zeit musste im Vorfeld im Landes- und Heimtraining trainiert werden, immer in der Ungewissheit, ob ein Wettkampf überhaupt möglich wäre.  Nach einer kurzen Erwärmung ging es zunächst auf den Schwebebalken. Kein einfaches Startgerät - die Aufregung machte sich bemerkbar und die jungen Turnerinnen mussten einige Stürze einstecken, welche sich im Teamergebnis bemerkbar machten. „Trotz der Stürze können die Turnerinnen sehr stolz auf sich sein. Sie sind über sich hinaus gewachsen und haben ihr Bestes gegeben“, sagte Trainerin Anna Geils, die ihre Schützlinge zum Wettkampf begleitete. Nicole Thom war mit Verena Mielke als Kampfrichterin für das Team im Einsatz. 

Weiter ging es am Boden, wo die Turnerinnen bereits souveräne Übungen zeigten. Besonders Nele Schelde glänzte hier und wurde mit dem vollen Ausgangswert und damit auch einer guten Wertung von 12,20 Punkten belohnt. Nach einer kurzen Pause präsentierten die Turnerinnen ihre Sprünge. Am Sprung wurde klar, dass das Team Hamburg-Lüneburger Heide bereits mit den großen Zentren Berlin und Chemnitz mithalten kann. Nachdem die Sprünge beim Einturnen gar nicht geklappt haben, konnten die Mädchen im Wettkampf saubere Sprünge zeigen. Besonders hohe Wertungen erhielten Carlotta Zech und Nele Schelde, die aus dem vollen Anlauf ihre Strecksalti vorwärts präsentierten. Als letztes Gerät kam der Stufenbarren. Hier müssen bereits sehr schwere Übungen gezeigt werden, welche für neunjährige Turnerinnen eine große Herausforderung stellen. Die Mädchen zeigten sich nervenstark und besonders Nele zeigte ihre Übung mit Kippen, freier Felge und hohen Schwüngen schon souverän und erhielt 11,05 Punkte. 

Insgesamt erreichte das TTS Team Hamburg-Lüneburger Heide einen guten dritten Platz hinter dem TuS Chemnitz-Altendorf und der Turntalentschule Maxi Gnauck aus Berlin und konnte sich über die beliebten Bärchen freuen. Denn was wäre ein Wettkampf in Berlin ohne einen Berliner Bären? In der Einzelwertung erreichte Nele Schelde den 9. Platz, Carlotta Zech den 10. Platz, Jule Schelde den 11. Platz und Paula Fricke den 13. Platz. Am Ende des Wettkampfes sagten die Turnerinnen einheitlich: „Nächstes Jahr wollen wir wiederkommen!“ 

Turntalentschul-Pokal AK10

Der Turntalentschulpokal fand in diesem Jahr aufgrund der Pandemie an drei Orten statt.

In Mannheim, Dortmund und Berlin. Die TTS Hamburg-Lüneburger Heide hatte ihren Wettkampf im Turnzentrum Hohenschönhausen in Berlin. So konnte die Teilnehmerzahl begrenzt werden und der Wettkampf mit einer reduzierten Anzahl an Turnerinnen stattfinden. In der AK 9 und AK 10 gab es jeweils 3 Teams plus Einzelturnerinnen.

Die Hamburger TTS hatte in der AK 9 ein Team und mit Alena Tefiki (Heimatverein TurnClub Hamburg) eine Turnerin in der AK 10 am Start.

Auch wenn Alena ohne ein Team in Berlin gestartet ist: von Aufregung war am Wettkampftag kaum was zu spüren. Alena befand sich in ihrem Element.

Zwei solide Sprünge sicherten ihr die ersten Punkte. Am Barren zeigte Alena eine tolle durchgeturnte Übung. Noch fehlen ihr zwei Anforderungen, sodass keine hohe Wertung zu erwarten war, aber die Punkte sollten eigentlich reichen, um die Qualifikation zum Bundeskadertest zu schaffen.

Der Balken ist Alenas absolutes Lieblingsgerät. Dies zeigte sie dann auch im Wettkampf. Sie erturnte sich mit einer Wertung von 16,80 weitere wertvolle Punkte. Von den Kampfrichtern erhielt sie ein großes Lob für ihre vorgetragene Übung und war bundesweit eine der Besten an diesem Gerät.

Nun sollte nichts mehr im Wege stehen. Etwas mehr als 15 Punkte musste sie am Boden erturnen. Eigentlich ist das ein Klacks für Alena. Aber hier hatte sie ihre Nerven dann leider nicht mehr im Griff. Nach der ersten Bahn turnte sie in die falsche Richtung. Das ist nicht schlimm, aber brachte Alena aus ihrer Routine, sodass sie ihre Übung nicht mehr so sicher präsentierte wie im Training. Und dann funktionierte auch die letzte Bahn nicht so wie gewünscht. Da unsere Halle in Hamburg keine Bodenfläche hat und wir nie mit Raumweg turnen können, kann so ein Fehler schon mal passieren.

Sie erhielt trotzdem noch eine ansehnliche Wertung, aber es reichte dann nicht mehr punktemäßig, um im November beim Bundeskadertest antreten zu dürfen.

Schließlich kam der 7. Platz in Berlin und ein schöner Platz im Mittelfeld bundesweit zustande.

Das große Ziel, einen Platz im N2-Kader des Deutschen Turnerbunds zu bekommen, hat sie weiterhin fest im Blick.

5 AK-Mädchen turnten sich zur DM

Fünf Turnerinnen konnten sich aufgrund ihrer hervorragenden Leistungen in der AK für die Deutschen Jugendmeisterschaften Gerätturnen weiblich qualifizieren.

AK 12

Zoe Hiller, MTV Pattensen
Emilia Ilic,  Hamburger Turnerschaft 1816

AK 13

Laura Brakmann, MTV Pattensen
Tina Dau, Hamburger Turnerschaft 1816
Mika Wehr, Hamburger Turnerschaft 1816

Die DJM Gerätturnen weiblich findet am 28./29. März 2020 
in Esslingen statt.

Wir wünschen ihnen viel Erfolg!

Ergebnisse

Ergebnisse Nordcup 2020

Ergebnisse Hamburger Einzelmeisterschaften 2020

Ergebnisse Hanseatischer Geräte-Wettkampf vom 23.11.2019

Ergebnisse Landesliga 3. Wettkampf vom 29.09.2019

Ergebnisse Bezirksliga 3. Wettkampf vom 29.09.2019

Ergebnisse Landesliga 1



Ergebnisse Bezirksliga 2. Wettkampf

Ergebnisse Hamburger Pflichtclub 2019

Ergebnislisten HHEM Kür n.C.d.P. und Seniorinnen

Ergebnisse Hamburger Einzelmeisterschaft Leistungsklassen 1-4 2019

Ergebnisse P-Cup 2019

11. Sausewind-Turnen

Ergebnisse Hamburger Kinderturn-Wettbewerb

für Jungen und Mädchen Jahrgang 2008-2014

40 Jungen und 44 Mädchen turnten an den Geräten (Sprung, Reck, Barren/Balken/Bank, Boden)
und/oder erprobten sich in zwei athletischen Übungen, wie dem Hangeln oder dem Seilklettern. Die Anzahl der ausgewählten Disziplinen konnte jedes Kind individuell wählen.