
Gemeinsam gegen Gewalt im Sport!
Schutz vor Gewalt
Gemeinsam gegen Gewalt im Sport!
Der Schutz vor Gewalt von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ist im VTF ein wichtiges Anliegen. Dabei werden sowohl die körperliche, psychische oder sexualisierte Gewalt betrachtet. Die verschiedenen Formen der Gewalt treten meist nicht isoliert, sondern in Kombination miteinander auf.
Ehrenkodex des DOSB
Der VTF verpflichtet sich mit dem Ehrenkodex des DOSB Gewalt, Missbrauch und Übergriffe im Kontext Sport und Sportverein zu verhindern. Das erfordert:
- Die Aufklärung jedes einzelnen Falles
- Die Entwicklung einer Kultur des Hinsehens und der Hinwendung zu den Betroffenen
- Konkrete präventive Maßnahmen
- Die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen

An wen kann ich mich wenden?
+ Vertrauenspersonen
Menschen, denen du dich anvertrauen kannst und offen über deine Gefühlslage sprechen kannst. Das können Trainer*in, Eltern, Freunde oder andere Personen sein, denen du dich anvertrauen möchtest.
An Schulen gibt es Schulsozialarbeiter*innen und Vertrauenslehrer*innen. Sie können dir bei Problemen helfen.
VTF-Ansprechpersonen (die Kontakte findest du weiter unten)
+ Anlaufstellen in Hamburg und online
Bei sexualisierter Gewalt: Zündfunke: https://www.zuendfunke-hh.de/
Unabhängige Ansprechstelle für Betroffene sexualisierter, psychischer und physischer Gewalt im Sport https://ansprechstelle-safe-sport.de/kontakt/
Für Betroffenen im Leistungssport (eine Initiative von Athleten Deutschlands): https://www.anlauf-gegen-gewalt.org/
Zur Arbeit mit Jungen: https://basis-praevent.de/
+ Beratung für Täter*innen
Für Erwachsene, die Hilfe suchen: https://www.kein-taeter-werden.de/
Für sexuell auffällige Heranwachsende: https://www.wendepunkt-ev.de
VTF-Ansprechpersonen Schutz vor Gewalt

Ruth Arens
Vertrauensperson Schutz vor Gewalt
Telefon 040 / 419 08 – 246

Carsten Peckmann
Vertrauensperson Schutz vor Gewalt
E-Mail
Bei Vorfällen von Gewalt im Trainings- und Sportumfeld könnt ihr euch für ein vertrauliches Beratungsgespräch an uns wenden. Wir beraten sowohl Betroffene als auch involvierte Personen (z. B. Zeug*innen, Eltern) sowie Vereine. Der Fokus liegt auf dem Wohl der Betroffenen.
Was passiert, nachdem ich mich gemeldet habe?
Wenn du dich dazu entschlossen hast, dich jemandem anzuvertrauen und dir helfen zu lassen, musst du keine Angst haben, dass jemand etwas davon erfährt. Auf deinen Wunsch hin bleibt alles anonym, außer du möchtest gerne deinen Namen nennen.
Eine ausgebildete Ansprechperson hört dir erst einmal zu und klärt gemeinsam dein Anliegen. So machen wir das bei uns im VTF auch. Vielleicht hast du Fragen an uns, vielleicht möchtest du direkt etwas loswerden.
- Alle Inhalte werden streng vertraulich behandelt.
- Du allein bestimmst, was passiert und welche Schritte du gehen möchtest.
Formen der Gewalt
+ Sexualisierte Gewalt
Sexualisierte Gewalt ist ein Oberbegriff für verschiedene Formen der Machtausübung mit dem Mittel der Sexualität. Darunter fallen:
- Sexualisierte Gewalt ohne Körperkontakt, z. B. sexistische Witze, sexuell anzügliche Bemerkungen.
- Sexuelle Grenzverletzungen, z. B. unangemessene Berührungen, sich vor anderen ausziehen.
- Sexualisierte Gewalt mit Körperkontakt, z. B. ungewollte Küsse oder sexuelle Berührungen, Vergewaltigung.
+ Psychische Gewalt
Psychische Gewalt umfasst Methoden wie Mobbing, Diskriminierung, starkes Unter-Druck-Setzen, Bloßstellen, Lächerlich machen.
+ Körperliche Gewalt
Körperliche Gewalt umfasst Schläge, Misshandlungen, Schubsen, Kneifen und viele andere Formen mehr.
Empowerment für Trainer*innen und Vereine
VTF bietet Fortbildungen für Vereine
Ruth Arens, Ansprechpartner*in für Schutz vor Gewalt im VTF, hat auf Basis der aktuellen Studienlage eine Fortbildung für Vereine unter dem Titel „Eine Kultur des Hinsehens“ entwickelt. In dieser Fortbildung erhalten die Teilnehmenden zum einen Überblick über die verschiedenen Formen, in denen Gewalt im Sportverein auftreten kann – inklusive des aktuellen Forschungsstands – Zum Anderen werden Strategien vorgestellt und gemeinsam diskutiert, was Vereine und Übungsleiter*innen tun können, um Übergriffe möglichst zu vermeiden oder mit Vorfällen adäquat umgehen zu können.
Plakate mit Verhaltensregeln
Jetzt bestellen und an Rechte und Pflichten erinnern
Einen sicheren Raum zu schaffen, in dem sich sowohl Trainer*innen als auch Sportler*innen wohlfühlen, ist von großer Bedeutung. Aus diesem Grund gibt es Plakate der Safe Sport-Kampagne des DTB, die an die Verhaltensregeln sowie Rechte und Pflichten in den Sportstätten erinnern. Die Plakate können über den VTF bestellt und in den Sportstätten gut sichtbar aufgehängt werden.
Die Verhaltensregeln enthalten Pflichten der Sportler*innen wie respektvollen Umgang und faires Verhalten, aber auch Rechte – zum Beispiel das Recht, „Nein“ sagen zu dürfen und gerecht behandelt zu werden. Gleiches gilt für die Trainer*innen: Sie werden durch das Plakat daran erinnert, den Schutz ihrer Sportler*innen zu gewährleisten. Zudem haben sie ein Recht auf Privatsphäre und respektvollen Umgang.
Für Bestellungen können sich Mitgliedsvereine unter folgender E-Mail-Adresse melden: .

Aktuell & Wissenswert
Verhaltensregeln
Mit der Verpflichtung gegenüber dem Ehrenkodex des DOSB, um Gewalt, Missbrauch und Übergriffe im Kontext Sport und Sportverein zu verhindern, hat der VTF einen Leitfaden als Grundlage und Orientierungshilfe entwickelt um eine Kultur des Hinsehens zu etablieren.
↓Downloads
Zusätzliche Informationen
Unabhängige Anlaufstellen für Gewalt im Sport
- SAFE SPORT
Tel. 0800 11 222 00
Online-Beratung: www.ansprechstelle-safe-sport.de - Schutzkonzepte im Ehrenamt
- Athleten Deutschland e. V. – Anlauf gegen Gewalt
- Thema: Sexuelle Gewalt im Sport – Aufarbeitungskommission
Weitere Veröffentlichungen
- Video der Initiative Mensch sein im Sport der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung, Kurzfilm (auf Youtube) „Bis hierhin. Und nicht weiter.“
- taz, 05.02.2024
Turnen in der Kritik: Respekt verzweifelt gesucht – taz.de - arte, 2024 Kinder im Spitzensport: Siegen um jeden Preis